Darunter versteht man jede sexuelle Handlung (auch verbale Übergriffe) eines Erwachsenen oder Jugendlichen, die an oder vor einem Kind stattfindet.

Aufgrund der körperlichen, psychischen oder sprachlichen Überlegenheit kann das Kind die Missbrauchshandlungen nicht ablehnen. In der Regel kennt es den Erwachsenen gut, vertraut ihm und erwartet nichts Böses.

Der Täter nutzt seine Macht- und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes zu befriedigen. Der Missbrauch kann mit körperlicher Gewalt und/oder psychischem und emotionalem Druck oder Zwang einhergehen.

In diesem Sinne fällt auch das Vorzeigen oder Zugänglichmachen von pornografischen Inhalten in Form von Fotos bzw. digitalem Bildmaterial (auch über Kommunikationstechnologien wie z.B. Internet, soziale Medien u.ä.) unter sexuellen Missbrauch.